Seniorenbetreuung und Bewegungs- und Beschäftigungsherapie

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Die Seniorenbetreuung hilft Menschen dabei, solange wie möglich ihre Selbständigkeit zu bewahren bzw. wieder aufzubauen. Wichtig ist es durch verschiedene, meist wiederkehrende Aktivitäten die einzelnen Ressourcen zu erkennen und zu aktivieren. Allem voran steht Freude und gute Laune, Lachen und Spaß, Abwechslung und Bekanntes wieder täglich nutzen zu können. Für Bewohner mit speziellen Krankheitsbildern kann bei der Pflegekasse ein Antrag auf zusätzliche Betreuung gestellt werden. Das Haus Hog'n Dor beschäftigt solche zusätzlichen Betreuungskräfte, die z. B. durch Einzeltherapie oder Gespräche und individuelle Beschäftigungsangebote für diese Bewohner da sind.

Wie erreichen wir das? Zuerst ist es wichtig Gewohnheiten, Abläufe und Erwartungen in Einklang zu bringen. Daraus ergibt sich ein möglichst gleichbleibender Rhythmus mit den Interessen und Ressourcen.
 
Gewohnheiten und Abläufe

Schon recht früh entwickeln Menschen Gewohnheiten, immer wiederkehrende Rituale sowie Routineabläufe. Sie sind geprägt durch die Kinder- und Jugendjahre, die während der Berufstätigkeit und der Familienphase zum Alltag werden. Im zunehmenden Alter (nachweislich ab Mitte 60) werden viele dieser Gewohnheiten auf einige wenige reduziert. Es entstehen neben Bewegungsmangel und Durchblutungsstörung Defizite in der Kondition und Koordination. Die gewohnten Kopfarbeiten werden auf ein Minimum reduziert und es entsteht das bekannte Bild des "Alterns" wie Vergesslichkeit, Gelenkbeschwerden an Händen, Armen und Beinen, Rückgang der sozialen Kontakte bis hin zur Vereinsamung. Um dieses frühzeitig zu erkennen, werden für Senioren auf allen Gebieten der Interessen Aktivitäten angeboten. Viele sind jedoch oft nicht bereit, sich alleine Neuem anzuschließen. Die Initiative von Familie, Freunden und Bekannten ist nur eine Möglichkeit, diese Angebote zu nutzen.
 
Die älteren Menschen benötigen zunehmend mehr Betreuung und Unterstützung, um den Tagesablauf zu bewältigen. Um diese vielfältige Tätigkeit professionell umzusetzen, wurden die Betreuungsdienste eingerichtet. Natürlich sind heute die Aufgaben neben Vorlesen und Spaziergängen vielfältiger geworden.
Seniorenbetreuung steht für:
Bewegung, Beschäftigung, Ressourcen erhalten, Hobbys ausbauen, die täglichen Bedürfnisse gestalten helfen und ganz wichtig soziale Kontakte pflegen bzw. wieder gewinnen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt: die Seniorenbetreuung unterstützt die Angehörigen zu Hause, ebenso das Pflegepersonal von Sozialdiensten und Betreuungseinrichtungen wie z. B. Betreutes Wohnen und Alten-/Pflegeeinrichtungen.

Wir wollen die Erwartungshaltung erfüllen.

So verschieden die Menschen auch sind, die Erwartungshaltung älterer Menschen ist durch das Leben geprägt und möchte gerne so beibehalten werden. Meist wird Toleranz, Verständnis, Geduld u.v.m für andere auf die eigene Person reduziert.
So wollen Ältere jederzeit eine Bezugsperson um sich haben, die jeden Wunsch, gerne mit Vorahnung, erfüllt. Die Umsetzung wird erschwert, da die persönlichen Einschränkungen zum einen nicht erkannt, zum anderen nicht angenommen werden. Hilfe wurde durch die gelebte Eigenständigkeit nur im äußersten Notfall angenommen. Im späteren Alter wird diese aufkommende Unselbständigkeit das eigentliche Problem, mit dem die Senioren nicht mehr klar kommen. Für einige Handgriffe benötigen sie Unterstützung. Vieles muss von Angehörigen o. ä. vollständig übernommen werden.
Um nun die Wünsche bedarfsgerecht zu erfüllen, ist es wichtig den Tages- und Wochenablauf in Absprache zu strukturieren. Gewohnheiten werden hier als Grundlage genommen, denn Ziel ist es, die vorhandenen Ressourcen zu behalten bzw. wieder zu gewinnen. Die neuen Interessen werden so eingegliedert, dass die Senioren im Laufe der Zeit einen gleichbleibenden Rhythmus bekommen. Dies bewirkt wieder eine bessere Orientierung. Oft kann somit Erinnerung, Kondition, Koordination, Gelenkbeschwerden und das Sozialverhalten wesentlich verbessert werden. Bei den Senioren entsteht wieder das für sie Gewohnte: ,sich wieder wohl fühlen’. Dies wirkt sich auf das Allgemeinbefinden, natürlich auch auf den Umgang mit den eigenen Angehörigen, den Pflege- und Betreuungsdiensten u.v.m. aus.

Das Fazit daraus:

Die Seniorenbetreuung und Bewegungs- und Beschäftigungstherapie ist heute ein wesentlicher und wichtiger Bestandteil, um die Wünsche und Bedürfnisse im Seniorenalter, einzeln oder in Gruppen, zu erfüllen bzw. umzusetzen.

Zusätzliches Betreuungsangebot:
Gemäß § 87 b SGB XI haben Pflegeeinrichtungen Anspruch auf Vergütungszuschläge für Pflegebedürftige mit erheblichem allgemeinen Betreuungsbedarf. Voraussetzungen sind, dass die jeweiligen Bewohner bestimmte Kriterien gemäß § 45 a SGB XI erfüllen, die Einrichtungen zusätzliche Betreuungskräfte im Verhältnis 1 Mitarbeiter zu 25 Bewohnern sozialversicherungspflichtig beschäftigen und die Vertragsparteien Einvernehmen über den Vergütungszuschlag erzielt haben. Dies ist in unserem Hause der Fall, d. h. wir beschäftigen zusätzlich zur Seniorenbetreuerin, die über das Einrichtungsentgelt finanziert ist, Seniorenbetreuerinnen im Verhältnis 1:24, die über diesen zusätzlichen Vergütungszuschlag bezahlt werden. Diese gestalten für die Bewohner, die die entsprechenden Kriterien erfüllen, Betreuungs- und Aktivierungsangebote.